„Den ganzen Tag mussten wir Felsblöcke hinauf schleppen, diese dann wieder abwerfen, um sie wieder nach oben zu schleppen. Wenn am Abend Frost war, wurden die Treppen mit Wasser übergossen und am nächsten Tag mussten wir die Steine auf dem Glatteis schleppen. Es war schrecklich.“

Die Arbeitsbedingungen im Steinbruch der SS schildert der Häftling Frantisek Sulak nach seiner Befreiung 1945. Menschverachtend waren nicht nur die Schikanen und Schläge während der Arbeit, sondern auch die Lebensbedingungen im Lager. Hunger, Krankheiten, katastrophale hygienische Bedingungen zeigten den Gefangenen, dass sie für die SS nur als Arbeitskräfte einen Wert hatten. Wer nicht mehr arbeiten konnte, wurde erschossen. Viele wurden zu Tode gequält oder setzten ihrem Leben selbst ein Ende.

Am 7.11.2017 brachen die Klasse 9a, 9b und 9c mit ihren Lehrern Frau Dr. Horn und Herrn Kuhn sowie der Lehramtsstudentin Frau Schlosser auf, um sich in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg über den Umgang der Nationalsozialisten mit ihren Gegnern zu informieren. Auf dem 2 ¾ stündigen Rundgang konnten sie vielfältige Eindrücke sammeln und erkennen, wie wichtig der Schutz der Würde eines jeden einzelnen Menschen ist.

Dr. Christa Horn