Diese Frage stellten sich die Schülerinnen und Schüler der 5c, als die Geschäftsführerin des Weltladens Bamberg, Frau Johanna Wallmeier, bei einem Workshop mit der Klasse erklärte, wo genau die Unterschiede zwischen fair und nicht fair gehandelter Schokolade liegen und warum es Sinn macht, beim Kauf auf die verschiedenen Labels zu achten.
Dabei durfte die Klasse mit Hilfe verschiedener Spiele und Infomaterialien zunächst erfahren, wo, wie und unter welchen Bedingungen Schokolade eigentlich hergestellt wird. Dass jeder Deutsche im Schnitt sieben Tafeln Schokolade im Monat konsumiert, ist besonders dann eine ganze Menge, wenn man weiß, dass ein Kakaobaum im Jahr nicht mehr Kakao als für 40 Tafeln Schokolade produzieren kann. In der Klasse gab es einige Experten, die schon wussten, dass Kinderarbeit bei der Kakaoernte, die nicht unter fairen Bedingungen abläuft, an der Tagesordnung ist und dass diese Kinder nicht die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen, weil sie ihre Eltern mit ihrer Arbeitskraft unterstützen müssen. Dabei ist vor allem die Ernte der Kakaobohnen mit scharfen Macheten besonders gefährlich und sorgt für ernsthafte Verletzungen. Kakao, der fair angebaut und geerntet wird, gibt uns als Konsumenten die Gewissheit, dass keine Kinder mithelfen mussten und den Arbeitern faire Löhne und Arbeitsbedingungen garantiert werden. Dafür ist ein etwas höherer Preis für die faire Schokolade, die wir einfach genießen können, sicher zu verkraften!
Zuletzt durften die Schülerinnen und Schüler endlich die Schokolade probieren, die Frau Wallmeier mitgebracht hatte. Mit dem neu erworbenen Hintergrundwissen konnte sich jeder sein Stück bei einer Schokoladen-Meditation ganz bewusst auf der Zunge zergehen lassen. Achtet doch einmal beim nächsten Einkauf auf eines der vielen Fair Trade-Labels und probiert die leckere Schokolade (auch als Schokokekse oder Brotaufstrich), mit der man gleichzeitig etwas Gutes für die Menschen tut. Der Weltladen Bamberg bietet eine große Auswahl, aber auch in jedem Supermarkt gibt es mittlerweile viele verschiedene leckere Sorten.
S. Groth












